... ist eigentlich nur ein Hobby, dafür aber schon fast wieder zu oft geschäftlich mißbraucht. Egal, es macht Spaß und es gibt Zeiten, da tue ich keinen Schritt ohne Kamera.

Fotografiert habe ich eigentlich schon immer. Früher mit einer analogen Nikon, die irgendwann während eines Urlaubs spurlos aus meinem Auto verschwand. Damals war ich schon auf der Suche nach den übersehenen Kleinigkeiten, das, was man am Straßenrand oder zwischen den Dünen nur am Rande wahrnimmt und dass im Nachhinein aber die schönsten Erinnerungen abgibt. Und doch war die Entteuschung oft groß, wenn man erstmal die Abzüge in der Hand hielt... irgendwas fehlte meistens. Der Geruch, der Wind, die Farben, die man meist anders empfunden hatte, als es das fertige Bild wiederzugeben vermochte.

Mit der digitalen Fotografie wurde dann alles anders. Nicht nur, dass man auf einmal keine Hemmungen mehr hatte, unendlich viele Aufnahmen zu schiessen, von denen mindestens eine der gefühlten Wahrheit nahe kam. Jetzt konnte ich auch aktiv in das Geschehen eingreifen und den Bildern meine eigenen Empfindungen aufdrücken. Und so war kein Vogel, der sich kurz vorm Auslösen noch aus der Reichweite meiner Linse gestohlen hatte, sicher. Er wurde gnadenlos ins Bild montiert und ins rechte Licht gerückt, so dass er auf ewig meiner Vorstellung der Situation entsprach.

Natürlich benutze ich meine Kamera nicht immer so manipulativ. Ich bin durchaus in der Lage, Aufnahmen von Firmenmitarbeitern zu schiessen, die auch ohne lange Bildbearbeitung nett aussehen. Aber die Fotomanipulation ist nunmal meine ganz besondere Vorliebe und wenn es das Projekt zuläßt, greife ich gerne darauf zurück.






Vor einigen Jahren entdeckte ich durch Zufall die fotocommunity, eine Plattform, auf der sich Laien, wie auch professionelle Fotografen über ihre Werke austauschen können. Ich habe zeitweilig viele Stunden dort verbracht, einge Menge komische Menschen, aber auch viele Freunde getroffen, und unzählige Stunden damit verbracht, Fotos anzusehen und zu kommentieren. In all der Zeit hat es genau eins meiner Bilder in die Galerie geschafft, worüber ich heute noch sehr stolz bin.

"Wo die Strassen keine Namen tragen" entstand als Zufallsprodukt einer Fototour, die eigentlich einem schönen Sonnenaufgang gewidmet war und für den ich mich morgens zu unmenschlicher Zeit aus dem Bett gequält habe. Leider hatte sich die Sonne hinter unzähligen Wolken und dichten Nebelbänken verkrochen und es war so kalt, dass ich nach 2 Stunden kaum noch in der Lage war meine Finger so weit zu spüren, dass ich den Auslöser drücken konnte. Aber... der Ordner mit Bildern diesen Morgens ist wohl der größte und wertvollste, den ich auf meiner Platte mein Eigen nennen darf.








... plagt mich schon mein Leben lang, und mindestens einmal pro Jahr muß ich dort hin, koste es was es wolle. Und da muß dann auch mal ein guter Freund herhalten, der mit mir auf die schöne Insel Norderney übersetzt, den Fahrplan falsch liest und uns so eine Nacht im Strandkorb beschert. Aber immerhin sind ein paar schöne Aufnahmen dabei entstanden.








Schade, dass er so vergänglich ist, aber wozu hat man eine Kamera? Auf der Suche nach der perfekten Welle, kann sie sehr nützlich sein.








...war der Titel des Bildes, dass ich für eine unserer fotocommunity-Aktionen geschossen hatte. Da ging es darum, was Scharfes zu fotografieren und meine Peperoni waren sehr engagierte Models. Und scharfe dazu...








Manchmal nehme ich Dinge sehr wörtlich, auch wenn ich mir dadurch eine Menge Probleme einhandel. Und das rohe Innere eines Eis auf einem Spiegel zu balancieren und zu knipsen, ohne, dass es an den Seiten herunterläuft... und sich dann auch noch selber nicht beim Fotografieren zu spiegeln... das nenne ich mal ein echtes Problem!








Die Aktfotografie ist eine sehr beliebte Sparte der Fotografie und wird ebenso exsessiv betrieben. Was aber tun, wenn man weder nackte Models auftreiben, noch das geeignete Studio für gute Aufnahmen zur Hand hat? Man leiht sich einfach was aus...

Mein Glück war es, Harald Kröher in der fotocommunity zu treffen, der mir eine Elfe für meinen verwunschenen Wald ausgeliehen hat. Selbstverständlich ist es nämlich nicht, dass ein Fotograf es zuläßt, dass jemand an seinen Models rumbastelt.